Bessere Ergebnisse bei schwierig zu behandelnder Krebserkrankung.
Eine hoch dosierte lokale Strahlenbehandlung bei Patienten mit HNO-Tumoren kann die Häufigkeit von Rückfällen offenbar deutliche reduzieren und die Strahlentherapie verkürzen. Das ist das Ergebnis einer Studie mit 40 Patienten von Spezialisten von der Universitätsklinik in Navarra in Spanien, die jetzt in der Zeitschrift „Brachytherapy“ erschienen ist.
Die Untersuchung lief mit einer Beobachtungszeit von sieben Jahren ab. Unter Kontrolle blieb die Krankheit bei 86 Prozent der Behandelten. 52 Prozent der Patienten lebten auch noch nach Ende der Studie.
An der Klinik arbeiteten die HNO- und Gesichtschirurgen sowie die Radiotherapeuten unter der Leitung von Dr. Rafael Martinez-Monge (Chef der Strahlenabteilung) zusammen. Verwendet wurden zum Teil neue Strahlungsquellen, die höhere Dosierungen und kürzere Bestrahlungen erlauben.
Bei der konventionellen Strahlentherapie waren die Therapiesitzungen über einen Zeitraum von sieben Wochen nach der Operation verteilt, die nun verwendete Form der Brachytherapie ließ diesen Zeitraum auf fünf Wochen schrumpfen.
Bei der Operation wurde der Tumor entfernt, gleichzeitig wurden in dem betroffenen Areal kleine Plastikröhrchen implantiert, in die schließlich die Strahlungsquellen bei der Behandlung eingeführt werden konnten. Über eine externe Steuerungsanlage erfolgte dann die Beschickung dieser Röhrchen mit den Strahlungsquellen. Dabei kamen stärkere Strahlungsquellen als bisher zum Einsatz, was die Therapie selbst verkürzte, andererseits mussten die Patienten nur dafür abgeschirmt werden.
Die Strahlengesamtdosis betrug je nach Patient 16 oder 24 Gray für die Brachytherapie (je vier Gray an vier Tagen oder über sechs Tage hinweg). Danach gab es noch eine externe Strahlenbehandlung mit insgesamt 45 Gray bei 25 Sitzungen.