Eine entsprechende Studie wurde jetzt in der Fachzeitschrift „Epidemiology Biomarkers & Prevention“ von einer US-Studiengruppe publiziert.
Fallende Östrogenspiegel sind ein häufiger Auslöser von Migräneanfällen, schrieb die Gruppe um Christopher Li vom Fred Hutchinson Krebsforschungszentrum in Seattle.
Dies erkläre, warum Frauen, die Kontrazeptiva einnehmen, in den einwöchigen Pillenpausen, wenn die Tabletten keine Hormone enthalten häufiger an Migräne litten. Dagegen sind sie während einer Schwangerschaft wegen der anhaltend hohen Östrogenspiegel zumeist beschwerdefrei.
Auf der anderen Seite sind Östrogene ein Risikofaktor für das Mammakarzinom. Die Hypothese: Frauen mit häufigen schweren Migräneattacken müssten seltener an Brustkrebs erkranken.
Genau dies konnten die Fachleute jetzt durch die Auswertung zweier Fallkontrollstudien zeigen. Sie verglichen 1.938 Frauen mit einem Mammakarzinom und 1.474 Kontrollpersonen ohne eine derartige Erkrankung.
Frauen mit Brustkrebs berichteten jedenfalls seltener über schwere Migräneanfälle. Umgekehrt konnten Forscher ein um 30 Prozent vermindertes Brustkrebsrisiko der Migränepatientinnen zeigen.
Das wirkte sich aber nur auf die Häufigkeit von östrogenabhängigen Karzinomen aus, die bei Migränepatientinnen um rund 35 Prozent seltener beobachtet wurden.